AGR-Ventil

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Das AGR-Ventil – was ist das eigentlich?

Um Verbrennungsmotoren anzutreiben, wird Kraftstoff verbrannt. Dabei entstehen umweltschädliche Stickoxide. Je höher die Verbrennungstemperatur, desto höher ist auch der Schadstoffausstoß. Die Aufgabe des Abgasrückführungssystems ist es deshalb, den Luftanteil im Verbrennungsprozess durch Zuführung von Abgasen zu reduzieren, um so die Verbrennungstemperatur zu senken und gemeinsam mit dem Katalysator die Stickoxid-Emissionen zu verringern. Der Katalysator filtert zudem durch chemische Umwandlung weitere Schadstoffe aus dem Verbrennungsprozess, darunter neben Stickoxid auch Kohlenwasserstoffe und Kohlenstoffmonoxid. Das Abgasrückführungsventil (AGR-Ventil) ist das Herzstück von AGR-Systemen, die auf einer externen Rückführung der Abgase basieren, und hilft dabei, gesetzlich festgelegte Grenzwerte für den Schadstoffausstoß einzuhalten.

Wie arbeitet das AGR-Ventil?

Bei der internen Abgasrückführung wird ein Teil des ausgelassenen Abgases bereits beim nächsten Ansaugtakt über das zeitweise noch geöffnete Auslassventil direkt wieder in die Zylinder zurückgesaugt. Diese Variante kommt also ohne ein zusätzliches AGR-Ventil aus. Bei der externen Abgasrückführung verbindet das AGR-Ventil den Abgastrakt stattdessen über eine „externe“ Leitung und über einen vorgelagerten Kühler mit dem Ansaugtrakt. Je nach System wird die Abgasrückführung dabei entweder pneumatisch per Unterdruck und Magnetventil oder direkt elektrisch vom Steuergerät des Motors geregelt.

Das AGR-Ventil hat die Aufgabe, eine von der Motorsteuerung berechnete Menge Abgas dosiert zu entnehmen und über die AGR-Leitung der angesaugten Frischluft beizumischen. Auf diese Weise sinkt der Sauerstoffanteil, der in die Brennkammern des Fahrzeugmotors gelangt, und mit ihm auch die Verbrennungstemperatur und der Treibstoffverbrauch. Der Stickoxid-Ausstoß kann so um bis zu 50 Prozent reduziert werden, und Dieselmotoren emittieren bis zu 10 Prozent weniger Rußpartikel.

Symptome nicht funktionstüchtiger AGR-Systeme

Stößt der Auspuff schwarzen Qualm aus, ist der Kraftstoffverbrauch erhöht und/oder leuchtet die Motorkontrollleuchte im Armaturenbrett auf, sind das Anzeichen, die man nicht ignorieren sollte. Wenn der Fahrzeugmotor Leistung einbüßt oder das Auto ruckelt – insbesondere bei mäßiger Geschwindigkeit – und auch im Leerlauf unrund läuft, hat das Motorsteuergerät vermutlich bereits auf Notlauf umgestellt: Die Motorleistung ist dann auf fest einprogrammierte Basiswerte begrenzt, um Schäden am Motor abzuwenden. In jedem Fall sollten Sie handeln und die Fachwerkstatt Ihres Vertrauens aufsuchen. Ursache der Probleme könnte eine Störung im Abgasrückführungssystem sein, vielleicht ist das AGR-Ventil defekt.

In Dieselfahrzeugen weisen AGR-Ventile einen deutlich größeren Querschnitt auf, da dort wesentlich mehr Abgas rückgeführt wird. In der Ventilkammer setzen sich nach gewisser Zeit Rußpartikel ab. Das Ventil kann blockieren und sich beispielsweise nicht mehr vollständig öffnen lassen. Oder es blockiert in geöffnetem Zustand, wodurch Ruß aus den Abgasen in den Ansaugtrakt gelangen und Bauteile wie den Ansaugkrümmer und die Einlassventile stark verschmutzen kann. Auch weitere Bauteile wie Partikelfilter und Turbolader sind in Gefahr.

Die AGR-Leitungen, die es in starrer oder flexibler Ausführung gibt, können sich ebenfalls mit Ruß zusetzen – der Ruß kann in ihnen sogar verkorken. Die Ursachen dafür können zum Beispiel auf eine unregelmäßige Fahrzeugwartung oder auf einen häufigen Kurzstreckenbetrieb des Kraftfahrzeugs zurückzuführen sein. Ebenso ist ein Verkoken aufgrund von Verbrennungsproblemen des Motors möglich. Überprüft man die Abgaswerte, weisen beim Diesel und Benziner auch erhöhte Stickstoff-Anteile auf einen AGR-Defekt hin, denn um eine Abgasuntersuchung erfolgreich zu bestehen, muss das Abgasrückführungssystem einwandfrei funktionieren.

Kann ich das AGR-Ventil auch selbst austauschen?

Um das AGR-Ventil zu wechseln, brauchen Sie bei vielen Modellen lediglich zwei Kabel abzuziehen, die das Ventil mit dem Motorsteuerungsgerät verbinden. Anschließend sind noch einige Schrauben zu lösen. Der begrenzte Platz im Motorraum, der oft komplizierte Leitungswege erforderlich macht, kann den Austausch für den Laien aber stark erschweren. Zudem ist entsprechendes Diagnosegerät erforderlich, um den Fehlercode auszulesen. Ursachen der geschilderten Symptome können ein elektronisches Steuerungsproblem oder auch Öldämpfe aus der Entlüftung sein. Diese Möglichkeiten gilt es auszuschließen, bevor man erwägt, das AGR-Ventil zu tauschen. Handelt es sich lediglich um ein defektes Anschlusskabel, ist der Schaden meist schnell und kostengünstig zu beheben. Wird das AGR-Ventil ausgetauscht, empfiehlt es sich zumeist, gleich auch eine neue Dichtung einzubauen.

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Hersteller für AGR-Ventil
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